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Einkaufen im großen Stil

Wer sorgt eigentlich dafür, dass unsere Bäckerinnen und Bäcker immer die besten Rohstoffe zur Verfügung haben? Und dass diese zu einem Preis besorgt werden, der eine faire Kalkulation bis hin zum einzelnen Produkt möglich macht? Standesgemäße Verpackung inklusive? Wir haben nachgefragt.

360‑Grad‑Denken im Haubis‑Einkauf

Sie nennt sich schlicht „Einkauf“ – jene Abteilung, die dafür sorgt, dass die Haubis Warenlager immer gut gefüllt sind. Dabei sollte sie eigentlich „Großeinkauf“ heißen. Denn Manuela Hochebner und ihr Team kümmern sich nicht nur um die Beschaffung der Rohstoffe für unsere Standorte in Petzenkirchen. Sie versorgen nahezu alle Produktionsstätten mit einer breiten Warenpalette von Anissamen bis Zellulosebeuteln, und das im jeweils besten Preis-Leistungs-Verhältnis. Dabei richten sie den Blick einerseits auf die Hochs und Tiefs der jeweiligen Weltwirtschaftslage. Andererseits schauen sie ihren Lieferantinnen und Lieferanten genau auf die Finger, denn Qualitätsanspruch verpflichtet. Dass dabei auch noch die Zukunft im Blick behalten werden kann, ist weniger ein Wunder als eine logische Konsequenz aus den Partnerschaften, die Haubis langfristig mit Betrieben auf- und ausbaut. Wo immer möglich wird dabei in einem Radius von 360 Grad gedacht – und konsequent im Kreis gewirtschaftet.

Einkaufstteam HaubisTeamgeist mal vier: Ralph Kropfreiter, Manuela Hochebner, Franz Hinteregger und Lea Gleiss (v.l.n.r.) sorgen gemeinsam für reibungslose Abläufe im HAUBIS Einkauf.

Nachhaltiger Einkauf bei Haubis

  • Im engen Austausch mit den Produzierenden
  • Möglichst regional mit kurzen Lieferwegen
  • Vertragsanbau mit langfristigen Verpflichtungen
  • Entwicklung nachhaltiger Produktionskonzepte
  • Fokus auf ressourcenschonende
  • Wirtschaftsweise

„In Sachen Rohstoffherkunft stehen wir aktuell bei einem Österreich-Anteil von knapp 93 Prozent. Das macht uns stolz und spornt uns an - zu mehr!"

Manuela Hochebner, Leitung Einkauf

Manuela Hochebner, Einkaufsleiterin bei Haubis, im Gespräch über den Blick auf grosse Zusammenhänge und kleine Details

Manuela, ihr seid insgesamt zu viert in der Haubis Einkaufsabteilung, mit einem Aufgabenbereich, in dem sich die tatsächliche Beschaffung mit Verwaltungsaufgaben mischt. Was macht speziell diesen Bereich für euch spannend?
MH: Dass er höchst abwechslungsreich ist! Früher hatte „der Einkauf“ ja ein etwas verstaubtes Image, aber das hat sich komplett gewandelt. Zumindest ist es hier bei Haubis so. Jeder Tag bringt einen anderen Mix an Aufgaben. Und da reden wir nur vom laufenden Geschäft und noch gar nicht von den Projekten, die wir entwickeln.

Sprich: Ihr schaut euch nicht nur an, wer was verlässlich und zum besten Preis liefern kann? Und bestellt dann die entsprechende Menge?
MH: Das gehört natürlich auch zu unserem Tätigkeitsfeld. Um hier glaubwürdig und überzeugend zu sein, brauchen wir ein solides Hintergrundwissen und ein immer aktuelles Spezialwissen. Allein dieses auf Stand zu halten, sorgt für immer neue Impulse. Nach innen hin genauso wie nach außen.

Ihr solltet also einerseits Bescheid wissen, was die Abteilung für Forschung und Entwicklung künftig mit dem Natursauerteig vorhat, und andererseits darüber, wie sich der Weizenpreis an der Börse gerade gestaltet?
MH: Das kommt dem Ganzen schon sehr nahe. Um die großartige Haubis Qualität zu sichern, sind wir im ständigen Austausch, intern wie international. Wir beobachten den Markt genauso wie die Preise. Auch politische Entwicklungen spielen immer wieder in unsere Einkaufsüberlegungen mit hinein.

Damit ihr in einer unsicheren Situation rechtzeitig Rahmenverträge abschließen und euch Kontingente sichern könnt?
MH: Bei unserem hohen Österreich-Anteil in Sachen Rohstoffe ist das zum Glück nur am Rande ein Thema. Schon mehr eine Motivation, in noch mehr Bereichen unabhängig vom Auf und Ab der Weltmärkte zu werden.

Zum Beispiel mit neuen Projekten, die ihr gemeinsam mit Produzentinnen und Produzenten hierzulande entwickelt?
MH: Stimmt, hier liegt eine echte Stärke von Haubis – verbunden mit Leidenschaft! Wenn du beispielsweise mit kreativen Köpfen aus einem landwirtschaftlichen Betrieb zusammensitzt und das Gefühl hast: Du wirst nie näher dran sein am Produkt und du wirst nie eine bessere Chance haben, etwas zu bewirken. Das macht unsere Tätigkeit doppelt sinnvoll.

Der Haubis Nachhaltigkeitsbericht zeigt ja sehr eindrucksvoll, wo solche Projekte bereits mit Erfolg umgesetzt wurden und die „Mission Kreislaufwirtschaft“ ein Stück weiter erfüllt ist. Was benötigen die Beteiligten dafür, außer einem langen Atem?
MH: Ganz bestimmt Vertrauen und Transparenz, aber ohne die gibt es ohnehin keine langfristige Zusammenarbeit. Wir tauschen uns intensiv untereinander aus, und es ist sehr angenehm festzustellen, dass wirklich alle sich dafür engagieren, bereits Gutes langfristig noch besser zu machen. Es ist ein kontinuierliches Vorantreiben, wie es nur gemeinsam gelingen kann.

Nach dem Motto „im 360-Grad-Radius gedacht und im Kreis gewirtschaftet“?
MH: Wir schaffen es einfach immer mehr, das Traditionelle mit Innovation zu verbinden und so Transparenz über die gesamte Wertschöpfungskette zu schaffen. Dazu gehört ein Weitblick, aber eben auch ein Rundumblick – weil alles verzahnt ist und mit allem zusammenhängt.

Das klingt nach einem umfassenden Begriff von Nachhaltigkeit.
MH: Nur so kann unsere gemeinsame Unternehmung gelingen. Davon sind wir hier fest überzeugt.