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Das Gelbe und Weiße vom Ei

Huhn auf der Wiese

Ein Pionierprojekt sorgt dafür, dass nur wenige Kilometer von Haubis entfernt der gesamte Rohstoff­bedarf an Eiern produziert wird – in der Nachbarschaft quasi. Was Transparenz, Transportwege und Nach­haltigkeit betrifft, setzen wir damit neue Maßstäbe.

Der Soundtrack zu dieser Geschichte ist leises Gegacker.

Es erklingt hier auf der weitläufigen Wiese, die zum Hof der Familie Hagler gehört – einem modernen Bauernhof im Mostviertel. Unter freiem Himmel leben hier die wichtigsten Mitarbeiterinnen des Hofes – unzählige Hühner. Tatsächlich ist es kaum abzuschätzen, wie viele Hühner sich hier befinden, ein paar Tausend sind es in jedem Fall. Und sie alle sind Teil eines echten Pionierprojekts: Sie allein produzieren das Vollei, das Haubis für Mehlspeisen wie Krapfen, Topfenkolatschen, Croissants oder Brioche benötigt. „Eier sind für uns sehr stark emotional behaftet“, sagt Johannes Heilos, „denn sie gehören schon fast zu den Grundnahrungsmitteln – egal, ob als Frühstücksei oder Zutat bzw. Rohstoff.“ Das Haubis Team hat gemeinsam mit Familie Hagler, den „Chefs“ der Hühnerschar dieses bemerkenswerte Projekt auf die Beine gestellt.   

Eier in SchüsselAuf dem Weg ins Freiland: Dass es den Hennen – den wichtigsten Mitarbeiterinnen auf dem Hof der Familie Hagler – gut geht, ist oberstes Prinzip. Sie produzieren die Eier für das Vollei, das nur einen Hühnerflug entfernt in feinsten Haubis Backwaren verarbeitet wird.

Das gemeinsame Ziel:

Zu 100 Prozent wissen, woher das Ei kommt. Und: die Wegstrecke, die es zurücklegt, so kurz wie nur irgendwie möglich zu halten. „Der Hof ist nur ein paar Kilometer von unserer Produktionsstätte entfernt.“ Durch diese Nähe und den persönlichen Kontakt mit dem Bauern konnte diese Kooperation funktionieren. „Der Betrieb ist ein echter Vorzeigebetrieb“, sagt Johannes Heilos, Unternehmensleiter Beschaffung und Technik bei Haubis. Damit spricht er einen wesentlichen Aspekt an, der Antriebsfeder dieses Projekts war: jenen der Nachhaltigkeit.

„ Wir denken unsere Partnerschaft langfristig und wollen gemeinsam diese wichtige Kooperation weiterentwickeln.“

JOHANNES HEILOS, UNTERNEHMENSLEITER BESCHAFFUNG UND TECHNIK  

Vom Huhn bis zum Vollei: Regionalität mit voller Transparenz

Dass die gesamte agrarische Bewirtschaftung des Hühnerhofs dank Maßnahmen wie Hackschnitzelheizung oder Photovoltaik nahezu energieautark funktioniert, ist ein bedeutender Teil davon. Aber auch das Freigehege, das den Hühnern optimale Bedingungen bietet. „Den Hühnern geht‘s perfekt“, fasst er zusammen. „Bessere Voraussetzungen kann es nicht geben.“ Der Wunsch nach einem Komplettlieferanten für Eier besteht bei Haubis schon länger. „Wir wollten die Lieferkette noch transparenter und engmaschiger abbilden können“, sagt Johannes Heilos. Weil er den Hof der Haglers kannte, sprach er Wolfgang Hagler, der den Betrieb in dritter Generation führt, an. „Wir haben die Idee durchgesponnen, kalkuliert, getüftelt, sind immer mehr ins Detail gegangen.“ Bis nach fast zwei Jahren das Projekt in Form einer einsatzbereiten Anlage fertig war. „Jetzt sind wir am Start.“

Jedem Ei, das bei Haubis verwendet wird, einen Namen – vielleicht nicht des Huhns, aber jedenfalls des Bauern – zuordnen zu können, das war das erklärte Ziel der Kooperation. Es geht dabei um viele Eier. Umgerechnet mehr als eine Million von ihnen wird, hauptsächlich für süße Teige, gebraucht. Und diese Eier kommen seit neuestem zur Gänze aus dem benachbarten Hof. Zur Gänze – aber nicht im Ganzen: Die neu errichtete Anlage stellt vor Ort Vollei her. Dazu werden ganze Eier, also Eigelb und Eiweiß, aufgeschlagen und in Sammelbehältern pasteurisiert. In 10-Liter-Boxen mit Dosierhahn und Karton-Ummantelung – alles komplett recycelbar – kommen sie dann zu Haubis, wo sie in den Produktionslinien direkt eingesetzt und das Vollei ideal dosiert werden kann. Das Ei enthält weder Konservierungsmittel noch sonstige Zusätze, sondern wurde lediglich durch Erhitzung haltbar gemacht. Die Partnerschaft zwischen Haubis und Familie Hagler ist dabei ein Langstreckenlauf, kein Sprint. „Wir denken unsere Partnerschaft langfristig und wollen gemeinsam diese wichtige Kooperation weiterentwickeln.“ Der kurze Transportweg, die Nachvollziehbarkeit vom Huhn bis zum Vollei, der schonende Umgang mit der Umwelt – all das setzt neue Standards in Österreich und vielleicht sogar europaweit. „In dieser Form ist unser Projekt einzigartig.“ Die Hühner bestätigen dies mit leisem Gegacker.

Familie HaglerMit Entschlossenheit und Pioniergeist: Der Familie Hagler ist es zu verdanken, dass dieses einzigartige Projekt in die Tat umgesetzt werden konnte – von der ersten Ideen bis zur laufenden Produktionsanlage.

Hightech am Bauernhof

Auf der modernen und maßgeschneiderten Anlage am Hof der Familie Hagler werden die frischen Eier zu Vollei verarbeitet. Dazu werden die Eier aufgeschlagen, die Eiermasse gefiltert, pasteurisiert und in Zehn-Liter-Beuteln abgefüllt. Damit kann der gesamte Vollei-Bedarf von HAUBIS gedeckt werden.

Hightech Eiermaschine der Familie Hagler