Die 4 wichtigsten Brotgewürze

Paneologie Brot ist eine Wissenschaft

Wer liebt ihn nicht, diesen Duft nach frisch gebackenem Brot aus der Backstube? So wohlig, und warm, und schmeichelnd, und süßlich, und... Einfach herrlich! Aber woher kommt dieser Geruch eigentlich? Und warum ist Brot deshalb auch gesund?

Die Gewürzklassiker

Für den Geruch des frischen Brotes sind hauptsächlich drei Faktoren verantwortlich. Der Teig mit seiner Hefe, der Backvorgang und natürlich die Gewürze.

In den Anfängen des Brotes bestand dieses nur aus Mehl, Wasser und Salz. Später wurde jedoch viel mit Gewürzen experimentiert und es entwickelten sich im Laufe der Zeit auch regional unterschiedliche Gewürzvarianten. 

Auch in Österreich können wir von Gewürzklassikern beim Brot sprechen. Das sind nämlich Kümmel, Fenchel, Anis und Koriander. Das Mischverhältnis sowie weitere Zutaten sind natürlich Geheimnis des Bäckers, aber diese Kombination kennen wir und sorgt für einen vertrauten, würzigen und frischen Geruch und Geschmack.

Kümmelkörner

Kümmel

Kümmel wird hauptsächlich in Vorderasien und im Mittelmeerraum kultiviert und ist eines der ältesten Gewürze in der Familie der Doldenblütler. Bei Ausgrabungen von Pfahlbauten, die ungefähr 3000 v. Chr. entstanden, wurden bereits Kümmelsamen gefunden. In einem Kochbuch aus dem 3. Jahrhundert n. Chr. wurde Kümmel bereits als Zutat erwähnt. Kümmel hat einen hohen Anteil an ätherischen Ölen und ist stark aromatisch.

Fenchelkörner

Fenchel

Auch der Fenchel gehört zur Familie der Doldenblütler und ist eine ursprünglich mediterrane Pflanze. In der Küche wird die gesamte Pflanze verwendet. Von der Frucht, über die Wurzeln und Blätter bis hin zum Samen. Zum Würzen von Brot werden aber die Samen verwendet. Die Fenchelsamen enthalten eine große Vielfalt an ätherischen Ölen und sind mit Anis vergleichbar. 

Aniskörner

Anis

Wie Kümmel und Fenchel gehört auch Anis zur Familie der Doldenblütler und wird als Gewürz- und Heilpflanze verwendet. Hauptsächlich kommt Anis als Zusatz für Spirituosen wie Sambucca, Ouzo oder Absinth zum Einsatz. In der westlichen Küche spielt Anis bei Brot und Backwaren eine tragende Rolle. Anis wirkt ebenfalls verdauungsfördernd und wird aufgrund seiner ätherischen Öle auch als Heilmittel gegen Husten eingesetzt.

Koriander

Der Koriander macht das Quartett komplett. Auch dieser trägt zu Gesundheit und Wohlbefinden bei und kommt aus der Familie der Doldenblütler. Vermutet wird, dass die Pflanze ursprünglich aus dem Mittelmeerraum kommt. Der dem Koriander sehr ähnliche Hohlsamen unterscheidet sich durch zweikugelige Früchte. Zur Würzung des Brotteiges werden die gemahlenen Samen verwendet.

Vorteile

All diese Brotgewürze wirken verdauungsfördernd, appetitanregend und beruhigend. Wohl mit ein Grund dafür, dass Brot so bekömmlich und gesund ist. 

Heute sorgen noch viele andere Gewürzmischungen und Zutaten für Abwechslung im Brotkorb.

 

Was ist euer Lieblingsgewürz bzw. eure Lieblingszutat im Brot?

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